Die Parkettarten - ein Überblick01

Bei den Parkettarten wird generell zwischen Massivparkett (Ein-Schicht-Parkett) und Mehrschichtparkett (2-Schicht-Parkett und 3-Schicht-Parkett) unterschieden.

Das Massivparkett oder Ein-Schicht-Parkett besteht aus massivem Vollholz. Bei Mehrschichtparkett bestehen die einzelnen Elemente aus zwei oder drei Schichten, wobei die Deckschicht ebenfalls aus Vollholz (Eiche, Buche, Nussbaum etc.) besteht.

Neben Massiv- und Mehrschichtparkett gibt es allerdings noch Unterschiede bei den Abmessungen. Bei den Parkettarten gibt es dann Stabparkett, Mosaikparkett, Fertigparkett und so weiter. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Begriff (zum Beispiel) Stabparkett noch nichts darüber aussagt, ob es sich um einen Massivparkett oder Mehrschichtparkett handelt. Sondern vielmehr trifft der Begriff eine Aussage über die Abmessungen. 

Die gängigsten Parkettarten finden Sie hier im Überblick mit einer kurzen Beschreibung.

  • Massivparkett oder Ein-Schicht-Parkett

    Das mit Abstand älteste Produkt unter den Parkettarten ist das Massivparkett (Ein-Schicht-Parkett). Alle Ein-Schicht-Parkettprodukte können zur Renovierung mehrfach abgeschliffen undmit einem neuen Oberflächenschutz versehen werden. Bei einer gewachsten oder geölten Oberfläche sind auch partielle Ausbesserungen möglich. Das ist gerade auch von Vorteil, wenn Sie Ihren neuen Parkettboden (oder Ihr bestehender Parkettboden befindet sich schon dort) in viel benutzte Räume verlegen lassen wollen.

    Stabparkett

    Der massive Stabparkett lässt sich leicht in jede Wohnung oder in jedes Haus integrieren. Auch wenn der massive Stabparkett heute nicht die große Verbeliebtheit wie vor ein paar Jahren genießt. Erhalten Sie mit diesem Produkt ein äußerst hochwertiges und wertvolles Parkett. Die Maße sind normalerweise genormt und betragen: 250 und 1000 mm in der Länge und sind zwischen 40 bis 80 mm breit. Das Massivholz-Stabparkett hat überlicherweise eine Dicken von 14, 15, 16 oder 22 mm und kann daher je nach erforderlicher Höhe (mögliche Aufbauhöhe zu anderen Bodenbelägen etc.) ausgesucht werden. Die Parkettstäbe haben eine ringsum laufende Nut und Feder, die die einzelnen Parkettstäbe mit einander verbinden. Wird der massive Stabparkett auf einen Untergrund aus Holz (Blindboden) verlegt, wird das Parkett mit Nägeln verankert. Auf Estrich oder Trocken-Unterböden wird geklebt. Der Feinschliff und die weitere Oberflächenbehandlung, zum Beispiel Versiegeln, erfolgt nach der Verlegung.

    Der Stabparkett ist auch als Mehrschichtparkett verfügbar.

    Mosaikparkett

    Das Mosaikparkett besteht standardmäßig aus 8 mm starken Holzlamellen, die musterartig angeordnet sind. Zu den bekanntesten Anordnungen beim Mosaikparkett gehören das Würfelmuster, das Fischgrätmuster und der englische (leiterartige) Verband. Die Holzlamellen kommen auf einem Holz aufgeklebt aus der Produktion und müssen bei der Verlegung nur noch in das "Kleberbett" eingepasst werden. Aufgrund seiner geringen Aufbauhöhe eignet sich das Mosaikparkett besonders gut für Räume mit Fußbodenheizung, da diese Parkettart eine gute Wärmedurchlässigkeit aufweist (Jedoch kann es zu verstärkter Fugenbildung kommen). Das Mosaikparkett ist sehr widerstands- und strapazierfähig und ist infolgedessen ideal für Räume mit intensiver Beanspruchung geeignet.

    Wie beim massiven Stabparkett wird auch beim Mosaikparkett der Feinschliff und die Oberfläche nach der Verlegung gemacht bzw. aufgebracht.

    Massivholzdielen

    Massiver Dielenboden ist eine der ältesten und einfachsten Formen eines Holzbodens. Für die Verlegung werden nur ganze Holzstücke verwendet, auf andere Materialien wird verzichtet. Der qualitativ hochwertigeste Parkettboden, der auf dem Markt verfügbar ist. Es handelt sich im Prinzip um Bretter aus Laub- oder Nadelholz, die auf den Untergrund geschraubt oder genagelt werden. Ein Verkleben von Massivholzdielen ist nicht möglich. Massivholzdielen werden technisch getrocknet, ihre Oberfläche wird gehobelt und geschliffen. Auch bei den Massivholzdielen wird die Oberfläche nach der Verlegung aufgebracht.

    Hochkantlamellenparkett

    Wie der Name schon sagt, werden die Holzlamellen - die in ihren Abmessungen den Mosaikparkett-Stäbchen entsprechen - senkrecht gestellt. Sie werden als Verlegeeinheiten auf den Unterboden geklebt. Durch die hochkant angeordneten Lamellen ergibt sich eine Parkettdicke bis zu 25 mm. Dieses Parkett ist äußerst robust und wird daher häufig im Gewerbebereich verwendet. Daher stammen auch die Bezeichnungen „Industrieparkett“ oder Mehrzweckparkett. Der preiswerte Fußboden wird nämlich ebenso für Büros, Gaststätten, Kindergärten und andere öffentliche Gebäude sowie im Wohnbau eingesetzt.

    Lamparkett

    Es handelt sich um massive Glattkant-Parkettstäbe ohne Nut und Feder, deren Abmessungen herstellerbedingt variieren, sich aber in Länge und Breite an denen von Stabparkett orientieren. Lamparkett wir überwiegend in einer Dicke zwischen 10 und 12 mm hergestellt und eignet sich besonders für die Renovierung.

    Holzpflaster

    Das Holzpflaster besteht aus kleinen, nicht imprägnierten Holzklötzen, die zu gepflasterten Flächen verlegt werden. Laut Definition des Fachverbandes Holzpflaster erfolgt die Herstellung aus scharfkantigen Klötzen, die so verlegt werden, dass eine Hirnholzoberfläche als Lauffläche dient. Ein Fußboden aus Holzpflaster gilt als besonders strapazierfähig. Und eignet sich ideal für Produktions- oder Lagerhallen. In einer Wohnung verlegt ist ein Holzpflaster etwas besonderes und garantiert ein Blickfang. Die Oberfläche wird nach der Verlegung aufgebracht.

  • Mehrschichtparkett oder auch Fertigparkett

    Mehrschichtparkett-Elemente werden oftmals auch nur als Fertigparkett bezeichnet. Der Grund für die Bezeichnung als Fertigparkett ist, dass die Parkettelemente mit fertiger Oberfläche aus der Produktion kommen. Somit muss keine Oberfläche vor Ort bzw. nach der Verlegung aufgebracht werden. Das ist besonders günstig, da der Schleifvorgang und die Oberflächenbehandlung entfällt.

    Der Aufbau von Mehrschichtparkett

    Das Mehrschichtparkett gibt es als Zwei-Schicht- oder Drei-Schicht-Elemente. Die Nutzschicht, auch „Deckschicht“ oder „Laufschicht“ genannt, besteht immer aus Vollholz, zum Beispiel Eiche, Ahorn, Nussbaum oder Buche. Die darunter liegenden Schichten (Gegenzug) können auch aus Sperrholz oder Holzwerkstoffen bestehen.

    Die Abmessungen

    Das Mehrschichtparkett ist in den unterschiedlichsten Abmessungen verfügbar. Die Dicke der Nutzschicht beträgt in der Regel mindestens 2,5 mm. Bei Dreischicht-Parkett bis zu 4 mm. Die Dreischicht-Elemente sind zwischen 10 und 22 mm dick. Je nach Voraussetzungen (Aufbauhöhe) sind die unterschiedlichsten Varianten möglich. Die Dicke der Zweischicht-Stäbe beträgt in der Regel 10 – 11 mm. Dreischicht-Elemente sind zwischen 100 und 240 mm breit und zwischen 1.200 und 2.400 mm lang.

    Eigenschaften

    Durch ihren mehrschichtigen Aufbau sind die Parkettelemente besonders Formstabil. Mehrschichtparkett eignet sich daher auch hervorragend für Fußbodenheizung. Die Oberflächen wird werkseitig in Form von Versiegelung, Ölen oder Wachsen aufgebracht und kann sofort nach der Verlegung genutzt werden. Bei einer Dicke der Nutzschicht von 2,5 – 4 mm kann der Boden je nach Abnutzung zwei bis drei Mal abgeschliffen und mit einem neuen Oberflächenschutz versehen werden. 

    Verarbeitung

    Während zweischichtige Parkett-Elemente vollflächig auf den geeigneten Unterboden geklebt werden, können dreischichtige Elemente sowohl geklebt, als auch schwimmend auf einer geeigneten Dämmunterlage verlegt werden. Dabei sind die Elemente mit Click-Systemen (Verriegelungssystem) ausgestattet und die einzelne Dielen müssen nur ineinander geklickt werden. Zwischen die Elemente und den Unterboden wird eine Unterlage - zum Beispiel Rippenpappe, Dämmmatten usw. - eingebracht. Eine Vielzahl von Mustern zur Auswahl: "Stabparkett", "Schiffsboden", "Fischgrät", "Flechtmuster", "Landhausdielen" und vieles mehr.